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  Das Konzept  
 

Die alte B178 wird den Anforderungen an einer moderne, leistungsfähigen Straße für die Oberlausitz nicht gerecht. Wer die Straße zwischen Löbau und Zittau als Arbeitsweg, auf dem Weg nach Dresden oder zur Einkaufsfahrt in die sie verbindenden Städte befährt, hat freie fahrt von Zittau bis Herrnhut und ab Strahwalde bis Löbau. In Herrnhut steckt man in einem Nadelöhr, in Löbau endgültig fest und wünscht sich dann doch lieber mit der Bahn oder dem Bus unterwegs gewesen zu sein.

Die neue alte B178 beseitigt diese Engpässe.

Die bisherigen Planungen gingen davon aus, dass eine ortsnahe Umfahrung von Herrnhut aus Gründung des Naturschutzes unmöglich ist. Eine dadurch notwendige ortsferne Umfahrung legte eine völlige Neutrassierung der B178 nahe. Deshalb sieht der Linienbestimmungsbeschluss des Bundesverkehrsministeriums für die B178 eine neue Trasse genau in der Mitte zwischen der B96 und der alten B178 vor. Mit der Linienbestimmung sind die rechtlichen Voraussetzungen für weitere Planung geschaffen worden. Diese scheitern im Moment an den dafür nicht zur Verfügung stehenden Mitteln. Auch wenn mit der Ortsumfahrung Zittau begonnen wurde und der Baubeginn der Ortsumfahrung Löbau bis zum Jahresende in Aussicht gestellt ist - ob und wann die mit dem Ziel der Ortsumfahrung von Herrnhut geplante neue Trasse realisiert wird, ist nicht absehbar.

Die alte B178 ist aber bestens zum Ausbau geeignet.

Notwendig ist der Neubau einer Südwestumfahrung von Herrnhut. Alle anderen Streckenabschnitte können, wenn erforderlich, eine dritte Kriechspur erhalten. Somit werden Unfallschwerpunkte beseitigt.

Von Löbau kommend trifft die neue Umgehungsstraße in Höhe von Liebesdörfel auf die alte B178. Die gradlinige Steigung vor und nach Ottenhain wird rechtsseitig um eine Kriechspur ergänzt. Die Beseitigung des Unfallschwerpunktes an der Bergkuppe Richtung Stahwalde erfolgt durch Vergrößerung des Kurvenradius. In Strahwalde beginnt die Ortsumfahrung von Herrnhut. Über freie Fläche führt sie rechts von der bestehenden B178 weg, unterquert die Bahnlinie Löbau - Herrnhut - Oderwitz und trifft hinter dem >>Eulkretscham<<  wieder auf die alte B178. Der weiter Verlauf erfolgt mit teilweise dreistreifigem Ausbau, je nach Steigung wechselnd zwischen linker und rechter Seite. Nach Oberseifersdorf bindet die Nordumfahrung von Zittau an.

Geld kostet natürlich auch der Ausbau der B178. Die Kosten liegen jedoch mit ca. 60 Mio. DM bei nur einem Fünftel der für den Neubau veranschlagten 300 Mio. DM. Da zur Zeit der Bundesverkehrswegeplan vor allem unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit überarbeitet wird, würde man mit einem solchen billigeren Vorschlag auf offene Türen stoßen. Schneller und einfacher könnte geplant und gebaut werden. Damit würde die heute bestehenden Verkehrsprobleme sofort gelöst. Eine solche Variante wäre durch die verkehlich bessere Erschliessung der Oberlausitz ein zeitnaher Beitrag zu dem von uns allen erhofften Aufschwung in der Region. Für den Ausbau würde man mittlelstandfreundliche Lose bilden und damit die hiesigen Bauunternehmen stärken. Der Ausbau kann dann je nach Finanzsituation der öffentlichen Kassen so erfolgen, dass Stück für Stück die nacheinander fertiggestellten Bauabschnitte bereits separat verkehrswirksam werden.

 
     
 

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