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| Antworten auf Argumente gegen den Ausbau | ||
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1.
Wir brauchen
die neue Straße als Voraussetzung , um die Wirtschaft anzukurbeln! Falsch 1!
Die Wirtschaft folgt einem
Komplex von strukturellen Gegebenheiten, Straße ist nur ein Kriterium von
vielen.
Beweis:
Falsch 2!
Der
gegenwärtig am besten funktionierende Wirtschaftszweig der Oberlausitz, die
Landwirtschaft, würde erheblich unter den Opfern zu leiden haben, welche die
neue Straße verlangt. Ohne Not würde, nur auf die vage Hoffnung einer
wirtschaftlichen Wirkung einer Straße hin, dieser Wirtschaftszweig geschädigt.
Deshalb protestieren alle anliegenden Landwirte gegen den Neubau.
Falsch 3!
Bevor wir
versuchen, fremde Wirtschaftskräfte her zu locken, sollten wir alles daran
setzen, unsere Jugend und unsere Arbeit hier zu behalten! Wenn man aber die
Natur und die Heimat bis zur Unkenntlichkeit zerstört und durch Lärm und Abgase
vergiftet, nimmt man der Jugend ein wichtiges Motiv, hier zu arbeiten und
vielleicht selbst etwas zu unternehmen. Heimatverbundenheit ist ein wirksames
Motiv zur unternehmerischen Aktivität hier! |
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Falsch 1!
Eine nach
unseren Vorstellungen intelligent ausgebaute B178 kann ebensolche
Verkehrsleistungen erbringen, wie eine neue. Demzufolge kann sie evtl.
vorhandene Wünsche der Touristen, die schnelle Erreichbarkeit wollen,
befriedigen und trotzdem die Landschaft schonen im Interesse derer, welche die
Landschaft lieben.
Übrigens ist
ein Ausbau im Interesse der Sicherheit an der alten B 178 sowieso nötig, sonst
werden die Kreuze an der Fahrbahn weiter zunehmen. Das gilt unabhängig davon, ob
es eine neue Straße gibt oder nicht.
Falsch 2!
Wir können hier nur den sanften Tourismus pflegen, Ballermann ist woanders.
Sanfter Tourismus lebt von Natur, die Gäste lieben Ruhe, Abgeschiedenheit und
Idylle. Die gute Erreichbarkeit steht erst an zweiter Stelle, wenn es einem
irgendwo gefällt. |
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Falsch !
Auch wenn wir
evtl. gelegentlich etwas langsamer fahren müssten, wären wir, da die alte B 178
kürzer ist, nahezu gleichzeitig an Ort und Stelle. Außerdem ist die neue Straße
wegen der wenigen Ausfahrten stark staugefährdet. (ein Ausfall und alles steht).
Eigentlich
sollten wir nicht über Minuten feilschen, wenn es um unwiederbringliche Natur
und Landschaft geht. Aber wenn schon: man kann nachrechnen und wird feststellen,
dass man auf der ausgebauten alten Straße gegenüber dem Neubau nicht wirklich
Zeit verliert und dass sogar eine erhebliche Kraftstoffeinsparung dabei
entsteht. |
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Falsch !
Der Ausbau kann abschnittsweise in Angriff genommen werden und es können
prioritäre Teile bevorzugt werden. Somit können erhebliche Verbesserungen schon
sehr bald wirksam werden. Hingegen wird ein Neubau frühestens 2011 fertig und
final nutzbar. |
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Falsch !
Bisher ist
noch kein Geld für die neue Trasse bereitgestellt, es kann also nichts
verfallen. Aber selbst, wenn das Geld drücken würde, wäre es töricht, für Geld
die eigene Heimat zu zerstören. |
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Falsch !
Der
Neubau wird vergeben an leistungsfähige Betriebe, die bereits existieren und aus
ihrem Arbeitskräftereservoir schöpfen. In der Gesamtsumme entstehen also keine
zusätzlichen Arbeitsplätze, da das gesamte Aufkommen an Mitteln so oder so
begrenzt ist und ausgeschöpft wird. Angesichts der heutigen Arbeitsproduktivität
werden beim Straßenbau sowieso keine Arbeitskräfteheere mehr beschäftigt. Wenn
es aber um die Interessen der regionalen Betriebe geht: Der Ausbau könnte
abschnittsweise auch von kleineren Betrieben bewältigt werden, die in der Region
ansässig sind. |
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Richtig !
Kein Bauwerk
dieser Ordnung kann ohne Eingriff in die Natur und ohne Schäden vonstatten
gehen. Aber der Ausbau ist gegenüber dem Neubau das kleinere von zwei Übeln! |
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Falsch !
Die Straße ist
sehr wohl ausbaufähig. Das sieht man am Profil und an den Flächen längs der
Straße. Der Anbau einer Kriechspur an der B 6 (ähnliches Profil und Bauwerk wie
B 178) Nechener Berg zeigt, dass vorhandene Straßen beträchtliche Ausbaupotenzen
besitzen. In Tschechien hat man die bestehende Verbindung Decin- Liberec nach
und nach zu einer Straße umgewandelt, die den Ansprüchen an eine Kraftfahrstraße
nahe kommt.
Allerdings:
Solange man auf bürokratische Diktionen schaut, wie das Kaninchen auf die
Schlange, wird man keinen Schritt vorwärts kommen: Wer sich unnötig gebunden
fühlt an die von Schultze vorgeschobenen Ausbaustandards „planfrei, anbaufrei,
(eingezäunt) Kraftfahrstraße“ - das sind Standards, die für den Neubau
einer Bundesstraße gelten - kann sich der attraktiven Alternative Ausbau nicht
öffnen. |
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Falsch!
Die B178 ist
nicht ausgelastet. Dass sie zu Spitzenzeiten „voll“ ist, kann darüber nicht
hinwegtäuschen. Auch mit einer neuen Straße würde es gelegentlich Probleme
geben. Überall in Deutschland gibt es Staus, aber die B 178 muss nie im Rundfunk
erwähnt werden. |
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Falsch !
Jeder leidlich
überlegende Mensch wird erkennen, dass ein Ausbau immer preiswerter sein wird,
als ein Neubau (die Nordspange Zittau kostete allein 26 Mio. Mark!). Aber noch
wichtiger, ja unbezahlbar ist die Schonung von Lebensqualität, Landschaft, Natur
und Ackerland. |
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Falsch!
Die
verschiedenen Initiativen wollen in erster Linie die sehr vielen Opfer (an
Landschaft, Landwirtschaft, Natur, Finanzen...), verhindern, die der unnötige
Bau einer neuen Straße fordern würde.
Ihre Ziele
sind durchaus moralisch hoch stehend, zumal die wenigsten mitarbeitenden Personen
direkt - etwa durch Lärm - mehr als andere von der neuen Trasse betroffen wären.
Andererseits ist klar, dass die Anwohner der alten B 178 auch nicht aufatmen
könnten, wenn eine neue Straße gebaut würde. Denn der Verkehr hier bliebe
weitgehend erhalten. Unsere Initiative will sich übrigens dafür einsetzen, dass
das gesamte Verkehrssystem in der Region verbessert wird und dass die alte
178 intelligent ausgebaut wird. Dazu gehören auch Überlegungen zum Lärmschutz
und zur Verbesserung der Sicherheit.
Oft wird die
neue Straße mit dem Slogan „Gemeinwohl geht vor Einzelwohl“ motiviert. Hier muß
man aber genauer hinschauen: Was ist Gemeinwohl? Kann die Zerstörung unserer
einmaligen Landschaft, die Betonierung des Bodens, die Verlärmung bisher
ruhiger Ortschaften, der Verlust an wertvollen Biotopen, kann das alles
wirklich „Gemeinwohl“ sein?
Wir meinen,
dass es intelligentere Lösungen zu finden gilt, wenn es darum geht, auf
vernünftiger Basis prognostizierte Verkehre zwischen Löbau und Zittau zu
bewältigen. |
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Eine fatale
Haltung eines Kommunalpolitikers. Nur, um anderen Gemeinden dringend benötigte
Gelder wegzuschnappen, sollen wir unsere Landschaft zerstören! |
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Falsch und richtig!
Auch bei uns
wird die Osterweiterung ihre positiven und negativen Folgen haben. Dies wird mit
oder ohne neue B 178 geschehen. Ein so großer gesellschaftspolitischer Vorgang
läßt sich nicht von 20 km Straße beschleunigen oder verlangsamen. Die regionale
Bedeutung des Vorgangs ist aber unbestritten und es wird sehr auf das Geschick
unserer Politiker und Unternehmer ankommen, wie er auf unsere Bevölkerung wirkt.
Wenn aber die alte Straße im ausgebauten Zustand ähnliche Verkehrsleistungen
erbringt, wie eine neue und dabei noch Ressourcen einspart, kann das im
internationalen Wettbewerb nicht von Schaden sein. |
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Falsch!
Niemand würde wegen einer Straße hier herkommen, sie könnte noch so schön sein.
Wer seine Heimat liebt, schützt sie vor Missbrauch und Verunstaltung. Wie dürfen
dieses Kleinod nicht veruntreuen. Deshalb müssen wir unsere Landschaft
erhalten, Natur bewahren, die Landwirtschaft unterstützen... Wenn wir diese
Haltung in Deutschland „rüberbringen“, werden neugierige Gäste kommen, um zu
sehen, was so schützenswert ist. |
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Falsch!
Es gibt auch eine attraktive
Alternative für Herrnhut - eine ortsnahe Umfahrung brächte viele
Vorteile. Die neue Straße führt an der Stadt weit entfernt vorbei so dass kein
Reisender die Stadt wahrnimmt. Der Regionalverkehr, der auch die Stadt bedient,
müsste sehr stark die alte B 178 benutzen. Auch der Zubringerverkehr z. B. von
Osten zur Anschlussstelle der B 178n bei Ninive würde durch Herrnhut rollen.
Hingegen wäre eine ortsnahe Umgehung sehr attraktiv für Herrnhut, denn sie
könnte so gestaltet werden, dass das Gewerbegebiet berührt wird und die Menschen
die ausgebaute Straße direkt benutzen können. |
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Falsch!
Die B 96 wird,
man kann das täglich beobachten, hauptsächlich vom Regionalverkehr befahren.
Dieser kann so oder so nicht auf die B 178 ausweichen. Wenn der Verkehr nach
Fertigstellung des Ausbaus der alten B178 von Bautzen aus bereits auf die dann
leistungsfähige Straße gewiesen wird, kann der (nicht sehr große)
Entlastungseffekt ebenso wie beim Neubau entstehen. Außerdem könnte man prüfen,
wo und wie Verbesserungen an der Verkehrsführung der B 96 direkt möglich sind.
Wenn man bei der B 178 Mittel spart, könnten sie z.B. gerade hier nutzbringend
eingesetzt werden. |
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Ergebnis:
Es
gibt kein vernünftiges Argument, das den Neubau einer Straße
zwischen Löbau und Zittau bestätigen könnte ! |
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