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Ausbau oder Neubau  |  Gegenüberstellung  |  Antworten auf Argumente gegen den Ausbau 
Standpunkt der Bürgerinitiative  |  Allianz zum Schutz des Bodens

 
  Ausbau oder Neubau  
 

Unser Ziel ist es, schnellstmöglich eine sichere, schnelle und komfortable Anbindung unserer Region an das europäische Fernstraßennetz zu erreichen, für die Stadt Herrnhut eine Umfahrung zu schaffen   und dabei unverhältnismäßig große  Opfer an Landschaft, Umwelt, Lebensqualität, Zeit, Geld, und der Landwirtschaft auszuschließen. Das wollen wir  unabhängig davon, ob und wie ein Grenzübergang in Zittau gestaltet werden kann.

Nach der bisherigen Planung würde für eine neue B 178 (zwischen Löbau und Nordrand Zittau, ca. 24 km Länge, parallel und meist in Sichtweite zur  alten B178, mit 2+1 Spuren, d.i. das Profil [2+1] und drei Anschlüssen, mit  Leitplanken und Wildzäunen) viel zu viel Planungs- und Bauzeit benötigt, sie würde über 212 Mio. DM kosten, mehr als   1 Mio. qm Land vernichten, unsere wertvolle, zum Teil einzigartige Landschaft zerstören und unsere Lebensqualität durch Abgas- und Lärmbelastung einschneidend beeinträchtigen sowie unseren natürlichen Freiraum wesentlich beschränken. Die dann alte B178 müßte zusätzlich unterhalten werden, was wiederum immense Steuergelder verschlingt (Unterhaltung B 178 DM 290.000.-; B 178n DM 462.000.- jährlich)

Aber: Wir brauchen den Neubau einer zweiten B 178 nicht wirklich!  

Es genügt ein kluger Ausbau der alten B 178 mit Umfahrung der Stadt Herrnhut, mit Überhol- Abbiege- und Beschleunigungsspuren (also Profil 2+1) und mit entschärften Bergkuppen,  um die genannte Zielstellung zu erfüllen. Die so ausgebaute alte Straße ist kaum eine Minute  Fahrzeit langsamer als die neue. Aber sie wird nur ca. 60 Mio. DM kosten, nicht die Landschaft zerstören, nicht bisher ruhige Bereiche verlärmen,   kaum weiteres Land verbrauchen, die Umwelt schonen und wichtige, gewohnte  Freizeit- und Erholungsgewohnheiten respektieren. Infolge anderer geologischer Gegebenheiten würden Schadstoffe weniger wirksam. Und es wird schneller gehen (Planung und Genehmigungsverfahren sind einfacher), wir können schon bald erste fertige Abschnitte nutzen. Dieser  Bau kann Stück für Stück in kleinen, auch von einheimischen Betrieben zu bewältigenden Abschnitten erfolgen und wir können die fertigen Teile sofort befahren. Überdies würde diese  Alternative  täglich bis zu  13.000 Liter Kraftstoff einsparen!

Die Verfechter des Neubaus sind zu einem sachlichen, auf Konsens gerichteten  Austausch von Argumenten nicht   in der Lage. Unseren belegbaren Argumenten versuchen sie mit Lösungen wie „die Wirtschaft braucht die Lebensader B 178“ oder  „wir müssen die EU - Osterweiterung gestalten“ auszuweichen. Oder sie ziehen sich auf früher gefasste, inzwischen überlebte Beschlüsse zurück.  Die Losungen haben sie schon viele Jahre verbreitet. Dadurch werden sie nicht richtiger: Es gibt keinen Automatismus „Straße = Wirtschaftsbelebung“! Die Osterweiterung, ein großer gesamtgesellschaftlicher Prozess, spielt sich auf den großen Wirtschaftswegen ab, da spielen 20 km Löbau - Zittau eine lediglich regionale, wenn auch  für uns  wichtige Rolle. Und wenn Beschlüsse überlebt sind, müssen sie in Frage gestellt werden, sonst erstarrt Politik in Untätigkeit!  

Gegenwärtig versucht man, den Eindruck zu erwecken, dass über den Bau bereits entschieden sei, dass die Löbauer Umfahrung den Neubau der B 178 notwendig nach sich ziehe und dass der Zittauer Grenzübergang und die neue B 178 ein und dasselbe seien. Das alles  ist nicht der Fall. Die Vermengung der Projekte erschwert deren Lösung. Die Baurechtsverfahren stehen noch aus. Über die Prioritäten im Bundesverkehrswegeplan wird erst 2003 neu entschieden.

Wir Bürger der Region haben das Recht und die Pflicht, über unsere Heimat, unsere ureigensten Belange mitzureden. Aus Sorge, dass aus  zurückliegenden wirtschaftspolitischen Fehlern nicht gelernt wurde, dass erneut ohne Not große Opfer gebracht werden müssten, fordern wir:

  • Schnellstmögliche Entschärfung der Unfallschwerpunkte an der vorhandenen B 178 (das ist übrigens auch nötig, selbst wenn eine neue Straße gebaut werden würde, denn die alte würde weiterhin stark befahren),

  • Faire und unvoreingenommene Abwägung der Varianten Ausbau alte B 178 gegen Neubau B 178 als Voraussetzung für einen Baubeginn.

Um diesen sachlichen und berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen, brauchen wir die Zustimmung und möglichst aktive Mitwirkung  aller vernünftig denkenden Menschen, die unsere liebenswerte Heimat schützen wollen, die ihren Enkeln auch noch ein Stück unverwechselbare Landschaft erhalten wollen. Deshalb  bitten wir alle interessierten Bürger um ihre Mithilfe. Jede Hand, jede kluge Idee und - ja, auch jede Mark -  werden gebraucht.
 

Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über Vorteile des Ausbaus:

 
     
 

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